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Dortmund (AFP) - Der Grünen-Fraktionschef im Bundestag, Jürgen Trittin, hat die Wahlkampfhilfe von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy kritisiert. Mit ihrem Einsatz für einen Präsidenten, "der mit dem Rücken zur Wand steht" schade Merkel den deutsch-französischen Beziehungen, sagte Trittin den Dortmunder "Ruhr Nachrichten" (Dienstagausgabe). Wenn die Kanzlerin gemeinsam mit Sarkozy ein Interview gebe, dessen demokratischem Mittbewerber François Hollande aber ein Treffen verweigere, verletzte sie die für eine Bundeskanzlerin gebotene Neutralität.
Brisbane (AFP) - Die Lage in den Überschwemmungsgebieten in Nordaustralien hat sich am Dienstag leicht entspannt. In der besonders schwer betroffenen Stadt St. George im Bundesstaat Queensland stieg der Pegel des Balonne-Flusses am Morgen auf 13,86 Meter. Meteorologen erwarteten, dass das Hochwasser bei etwa 14 Metern seinen Scheitelpunkt erreichen würde. Danach werde es vermutlich mehrere Tage dauern, bis die Wasserstände wieder zurückgehen, sagte ein Sprecher. Berichten zufolge wurden etwa 50 bis 60 Häuser in der Stadt überflutet. Der zunächst befürchtete Dammbruch blieb jedoch aus.
Montréal (AFP) - Bei einem Verkehrsunfall in der kanadischen Provinz Ontario sind elf Menschen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben kollidierte ein Kleinbus mit 13 Menschen an Bord am Montag auf einer Autobahn nahe Stratford mit einem Lastwagen. Zehn Buspassagiere und der Lastwagenfahrer kamen ums Leben. Laut Medienberichten war der Kleinbus mit ausländischen Arbeitern besetzt.
New York (AFP) - Nach der Einigung auf die Bildung eine palästinensischen Übergangsregierung hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Palästinenserpräsident Mahmud Abbas aufgerufen, den Dialog mit Israel fortzusetzen. In einem Telefongespräch am Montag mahnte Ban Abbas nach Angaben eines Sprechers, die Aussöhnung der rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah untereinander dürfe Verhandlungen mit Israel nicht ausschließen.
San Francisco (AFP) - Der finnische Handyhersteller Nokia führt weiter die Liste der weltweiten Mobiltelefonverkäufe an. Nokia verkaufte im vierten Quartal 2011 insgesamt 113,5 Millionen Handys, wie aus am Montag veröffentlichten Zahlen der International Data Corporation (IDC) hervorgeht. Der Marktanteil lag damit bei 27 Prozent. Auf dem zweiten Platz folgte Samsung mit 22,8 Prozent Marktanteil und 97,6 Millionen verkauften Mobiltelefonen vor Apple mit einem Marktanteil von 8,7 Prozent und 37 Millionen verkauften Apparaten.
London (AFP) - Babys, die die Einführung von Beikost wortwörtlich selbst in die Hand nehmen, haben einer neuen Studie zufolge ein geringeres Risiko übergewichtig zu werden. Für ihre am Dienstag veröffentlichte Untersuchung verglichen Ellen Townsend und Nicola Pitchford von der Universität Nottingham das sogenannte "baby-led weaning" (etwa: Baby-gesteuerte Beikosteinführung), bei dem Babys als erste Beikost nach der Milch mundgerechte Stücke halbfesten Essens zur Selbstbedienung bekommen, mit der üblichen Brei- und Püree-Beikost per Löffel-Fütterung.
New York (AFP) - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich "entsetzt" über die zunehmenden Angriffe der syrischen Regierungstruppen auf die Protest-Hochburg Homs gezeigt. Die Gewalt gegen Zivilisten sei "für die Menschheit absolut nicht hinnehmbar", erklärte Ban am Montag in New York. Die Tatsache, dass der UN-Sicherheitsrat bislang keine Einigkeit über eine Resolution zur Syrien-Krise gefunden habe, gebe den syrischen Behörden keinen Freibrief dafür, ihre Angriffe auf die Bevölkerung zu verstärken, betonte der UN-Generalsekretär. Keine Regierung könne derart gegen ihre Bevölkerung vorgehen, ohne ihre Legitimität zu untergraben.
Kano (AFP) - Bewaffnete Angreifer haben im Norden Nigerias erneut eine Reihe von Anschlägen verübt. In der zweitgrößten Stadt des Landes, Kano, wurde nach Polizeiangaben am Montag eine Polizeiwache attackiert und niedergebrannt. Bei einer Schießerei zwischen Polizisten und Angreifern wurde ein Polizist angeschossen. In Maiduguri, einer Hochburg der islamistischen Sekte Boko Haram, erschütterte eine Reihe von Explosionen einen Markt. Nach Berichten von Augenzeugen gerieten Autos und Geschäfte in Brand.
New York (AFP) - Junge Leute in aller Welt machen sich einer am Montag veröffentlichten UN-Studie zufolge zunehmend Sorgen um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Demnach befürchten viele in der Altersgruppe zwischen 15 und 30 Jahren, ihre Ausbildung gebe ihnen nicht das richtige Rüstzeug für den Arbeitsmarkt mit. Junge Leute stellten sich die Frage, inwieweit ihre Schulbildung ihnen bei der Suche nach Arbeitsplätzen helfe und was sie ihnen langfristig bringe, hieß es in dem World Youth Report.
Düsseldorf (AFP) - Nach der Wahlkampf-Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hat die stellvertretende SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft Wahlkampfhilfe für dessen sozialistischen Herausforderer François Hollande angekündigt. Die SPD werde die französischen Sozialisten "natürlich" vor Ort im Wahlkampf unterstützen, sagte Kraft der "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe). Gegenseitige und grenzüberschreitende Unterstützung sei in der "Familie der europäischen Sozialdemokratie immer eine Selbstverständlichkeit" gewesen. Der Einsatz Merkels für Sarkozy werde eher den Sozialisten helfen, mutmaßte Kraft.
Johannesburg (AFP) - Die Polizei in Südafrika hat einen Mann festgenommen, der behauptet hatte, ein 2009 verstorbener berühmter Sänger zu sein. Der Mann war vergangene Woche im Haus des verstorbenen Zulu-Musikers Khulekani Khumalo in dem Dorf Nqutu aufgetaucht und hatte sich als Khumalo ausgegeben. Fans des Musikers, die zu dem Haus strömten, erzählte er, er sei Zauberern zum Opfer gefallen. Diese hätten ihn jahrelang als Zombie gefangen gehalten, bis seine Ahnen ihn nun befreit hätten. Nach einem ersten öffentlichen Auftritt des angeblich wiederauferstandenen Sängers wurde der Mann am Montag festgenommen.
Barcelona (AFP) - Der bekannte katalanische Maler Antoni Tàpies ist tot. Tàpies starb am Montag im Alter von 88 Jahren, wie es aus der Stadtverwaltung von Barcelona hieß. Der Maler und Bildhauer galt als einer der bedeutendsten europäischen Künstler der Gegenwart. Er war einer der bekanntesten Vertreter des spanischen Informel, das mit einfachsten Mitteln wie Sand, Erde und Eisen sowie verschiedenen Reproduktionstechniken arbeitet.
Monterrey (AFP) - In Mexiko sollen acht junge Menschen von Mitgliedern der Drogenbande Los Zetas ermordet worden sein, weil sie Drogen eines anderen Kartells konsumierten. Das hätten drei am Wochenende in der Stadt Monterrey festgenommene Zetas-Mitglieder gestanden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Demnach hatte ein Bandenmitglied auf der Toilette einer Bar mit den jungen Leuten gesprochen und bemerkt, dass die Tütchen, in denen sich deren Drogen befanden, nicht solche waren, wie sie von den Zetas verwendet werden.
Washington (AFP) - Im November 2008 konnte Barack Obama mit der Botschaft "Hoffnung und Wandel" das Weiße Haus erobern, nun legt der US-Präsident im beginnenden Wahlkampf auf T-Shirts über sein zentrales Versprechen Rechenschaft ab. Die schwarzen Hemden, die für 30 Dollar (23 Euro) auf der Internetseite Obamas zu kaufen sind, listen auf der Rückseite unter dem blauen Schriftzug "Wandel ist" eine Reihe von Errungenschaften aus der ersten Amtszeit des Präsidenten auf. Auf der Vorderseite prangt das Foto Obamas, der den Blick in die Ferne schweifen lässt.
Rom (AFP) - Ein italienischer Informatikprofessor, dessen Forschungsergebnisse eine Grundlage von Google bilden, startet nun seine eigene Suchmaschine. Die Suchmaschine Volunia sei aber zugleich eine Art soziales Netzwerk, sagte Massimo Marchiori am Montag bei der Vorstellung der Seite. Sie erlaube nicht nur die Suche nach Inhalten auf Internetseiten, sondern ermögliche es auch, Kontakt mit registrierten Internetnutzern aufzunehmen, die die gleiche Internetseite geöffnet haben.
Kairo (AFP) - Bei erneuten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Kairo ist am Montag ein Mensch getötet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Damit stieg die Zahl der Toten seit dem Beginn der neuen Protestwelle am Donnerstag auf 13. In der Umgebung des Innenministeriums warfen Demonstranten vom Nachmittag an Steine auf die Sicherheitskräfte. Die Polizei feuerte regelmäßig mit Tränengasgranaten, in der Nähe des Tahrir-Platzes schoss die Polizei zudem laut Angaben von Augenzeugen mit Schrotkugeln.
London (AFP) - Der frühere nordirische Regierungschef und Protestantenführer Ian Paisley ist in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Wie seine Frau Eileen am Montag mitteilte, wird der 85-Jährige im Ulster-Krankenhaus in Belfast behandelt. Sie machte keine näheren Angaben und bat um die Respektierung der Privatsphäre der Familie "in dieser schwierigen Zeit". Britische Medien berichteten, Paisley sei am Sonntag ins Krankenhaus eingewiesen worden und befinde sich auf der Intensivstation. Vor einem Jahr war ihm ein Herzschrittmacher eingesetzt worden.
Rom (AFP) - Vor einem Gericht in Florenz ist am Montag eine Anhörung über eine mögliche neue Inhaftierung des Kapitäns des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" abgehalten worden. Eine Entscheidung werde bis zum Donnerstag bekanntgegeben, sagte der Anwalt von Kapitän Francesco Schettino, Bruno Leporatti, nach der dreieinhalbstündigen Anhörung. Schettino befindet sich derzeit in seinem Haus an der Amalfi-Küste unter Hausarrest. Das Gericht soll darüber entscheiden, ob der Hausarrest aufgehoben oder fortgesetzt wird oder ob Schettino zurück in die Untersuchungshaft muss.
Washington (AFP) - Das US-Verteidigungsministerium sieht Anzeichen für einen schwindenden Rückhalt für Syriens Staatschef Baschar al-Assad in der eigenen Armee. In letzter Zeit seien mehrere ranghohe syrische Offiziere zur Opposition übergelaufen, sagte Pentagon-Sprecher George Little am Montag in Washington. Dies sei "bemerkenswert". Einzelheiten nannte Little aber nicht.
Bukarest (AFP) - Nach dem Rücktritt der rumänischen Regierung soll der Geheimdienstchef des Landes, Mihai Razvan Ungureanu, neuer Ministerpräsident werden. Staatspräsident Traian Basescu sagte am Montagabend in Bukarest, die Regierungskoalition habe sich darauf verständigt, Ungureanu als Regierungschef vorzuschlagen. Der 43-Jährige hat nun zehn Tage Zeit, sein Kabinett zusammenzustellen, das er dann dem Parlament zur Abstimmung vorstellt.
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