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TV-Wettermoderator Kachelmann aus U-Haft entlassen
07/29 | 14:49 GMT

©AFP / Ronald Wittek
Der wegen mutmaßlicher Vergewaltigung angeklagte TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann ist nach rund viermonatiger Untersuchungshaft wieder auf freiem Fuß. Zusammen mit seinem Anwalt Reinhard Birkenstock durchschritt er die Gefängnistür in Mannheim. Das Oberlandesgericht Karlsruhe ordnete die Haftentlassung an, weil "kein dringender Tatverdacht" bestehe, dass Kachelmann seine Ex-Freundin Anfang Februar vergewaltigt habe.

©AFP / Ronald Wittek
Kachelmann (Mitte l.)
Karlsruhe (AFP) - Der wegen mutmaßlicher Vergewaltigung angeklagteTV-Wettermoderator Jörg Kachelmann ist nach rund viermonatiger Untersuchungshaft wieder auf freiem Fuß. Das Oberlandesgericht Karlsruhe ordnete die Haftentlassung an, weil "kein dringender Tatverdacht" bestehe, dass Kachelmann seine Ex-Freundin Anfang Februar vergewaltigt habe. Der 52-jährige Schweizer verließ kurz darauf das Gefängnis in Mannheim. Vor Gericht muss er sich dennoch verantworten; wann der Prozess gegen ihn beginnt, ist aber noch unklar.

©AFP / Ronald Wittek
Kachelmann verlässt Gefängnis in Mannheim
Wenige Stunden nach der OLG-Anordnung schritt Kachelmann am frühen Nachmittag durch die Gefängnistür in Mannheim. Der in ein langärmeliges weißes T-Shirt gekleidete ARD-Moderator wirkte entspannt und lächelte, gab aber keine Erklärung ab. Begleitet wurde Kachelmann von seinem Anwalt Reinhard Birkenstock, der das OLG für seine Entscheidung lobte: "Mit dem Beschluss ist die Unschuldsvermutung wieder auferstanden in diesem Verfahren, und die Rechtsstaatlichkeit ist zurückgekehrt."
Der Wetterexperte war Mitte März nach seiner Rückkehr von den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen worden war. Kachelmanns langjährige Geliebte hatte ihn angezeigt, weil er sie angeblich nach einem Beziehungsstreit vergewaltigt und ihr dabei ein Messer an den Hals gehalten haben soll. Medizinische und aussagepsychologische Gutachten stützen diese Version laut OLG aber nicht eindeutig. In dem Fall stehe vielmehr "Aussage gegen Aussage". Das Landgericht Mannheim hatte dagegen in einer früheren Entscheidung die Entlassung Kachelmanns aus der U-Haft noch abgelehnt, weil es die Aussagen seiner Ex-Freundin für glaubhaft hielt.
Verhandelt wird der Prozess dann vor dem Landgericht Mannheim. Bei einer Verurteilung droht Kachelmann eine Haftstrafe von mindestens fünf Jahren. Ob der ursprünglich geplante Termin für den Prozessbeginn am 6. September noch gehalten werden kann, ist nach Angaben des Gerichts unklar. Hintergrund ist, dass die Untersuchungshaft grundsätzlich nicht länger als sechs Monate bis zur Hauptverhandlung dauern darf. Da Kachelmann nicht mehr in Haft sitzt, haben nun andere Angeklagte Vorrang, die hinter Gittern auf ihren Prozess warten.
Ein ARD-Sprecher sagte dem Berliner Blatt "B.Z.", Kachelmann werde zunächst weiterhin nicht bei der ARD auftreten: "Wir warten das Ende des Verfahrens ab. Bis dahin ist nicht vorgesehen, dass Herr Kachelmann für uns moderiert."
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20100729-DE05B-D-FAMILIEN-KINDER
07/29 | 00:00

(45 x 85 mm) Immer mehr Kinder in Deutschland wachsen mit nur einem Elternteil auf. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Berlin mitteilte, lebten im vergangenen Jahr rund 19 Prozent der Kinder unter 18 Jahren in einem Haushalt mit Alleinerziehenden. Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen. 1996 waren es noch 14 Prozent der Minderjährigen, die nur mit einem Elternteil lebten. Grafik: Angaben rund um Alleinerziehende 2009 in Deutschland.
©AFP / Zel

©AFP / Zel
(45 x 85 mm) Immer mehr Kinder in Deutschland wachsen mit nur einem Elternteil auf. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Berlin mitteilte, lebten im vergangenen Jahr rund 19 Prozent der Kinder unter 18 Jahren in einem Haushalt mit Alleinerziehenden. Neun von zehn Alleinerziehenden sind Frauen. 1996 waren es noch 14 Prozent der Minderjährigen, die nur mit einem Elternteil lebten. Grafik: Angaben rund um Alleinerziehende 2009 in Deutschland.

Carla Bruni beginnt Dreharbeiten mit Woody Allen
07/28 | 18:35 GMT

©AFP / Miguel Medina
Klappe für die First Lady: Die französische Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy hat am Dienstag mit den Dreharbeiten zu dem Woody-Allen-Film "Midnight in Paris" begonnen.

©AFP / Miguel Medina
Allen und Bruni in Paris
Paris (AFP) - Klappe für die First Lady: Die französische Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy hat mit den Dreharbeiten zu dem
Während des mehrstündigen Drehs spielten Bruni und Wilson eine Szene an einem Lebensmittelgeschäft. Die Straße war für die Zeit der Dreharbeiten gesperrt, aber zahlreiche Schaulustige standen am Straßenrand. Leibwächter passten auf die First Lady auf.
Allen hatte die Dreharbeiten für die romantische Komödie Anfang Juli begonnen. Der New Yorker Regisseur hat eine Nebenrolle mit Carla Bruni besetzt. Weitere Rollen spielen die französische Schauspielerin Marion Cotillard sowie die US-Schauspielerinnen Rachel McAdamas und Kathy Bates.

UNTERHALTUNG
Carla Bruni beginnt Dreharbeiten mit Woody ...Bankenrettung kostet Steuerzahler bis zu 52 Milliarden Euro
07/29 | 13:57 GMT

©AFP/Archiv / Patrik Stollarz
Die Rettung der Banken in der Finanzkrise könnte die Steuerzahler einer Studie zufolge bis zu 52 Milliarden Euro kosten. Dabei sind aber noch nicht einmal die Konjunkturpakete oder die Steuerausfälle mit eingerechnet. (Archivbild)

©AFP/Archiv / Patrik Stollarz
Frankfurter Bankenskyline
Berlin (AFP) - Die Rettung von Deutschlands Banken in der Finanzkrise könnte die Steuerzahler einer Studie zufolge bis zu 52 Milliarden Euro kosten. Im günstigsten Fall entstünden Kosten von lediglich 34 Milliarden Euro, teilte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit. Pro Einwohner bedeute dies eine Kostenbelastung zwischen 417 und 632 Euro. Nicht enthalten seien dabei aber die Ausgaben für Konjunkturpakete, Steuerausfälle beim Staat oder Umsatzeinbrüche bei Firmen in Folge der Wirtschaftskrise, die durch die Finanzkrise mit ausgelöst wurden.
Die tatsächliche Höhe der Kosten der Bankenrettung hänge auch von der weiteren Entwicklung der Finanzmärkte ab, teilte die INSM mit. Die Rettung der ehemals staatlichen Mittelstandsbank IKB habe bereits mit 9,6 Milliarden Euro zu Buche geschlagen. Bis zu 5,4 Milliarden Euro könnte der Bund durch Garantien für Banken verlieren, im besten Fall 2,5 Milliarden Euro.
Der Einstieg bei Banken führt demnach im schlimmsten Szenario zu einem Minus von 11,7 Milliarden Euro, bestenfalls zu einem Plus von zwei Milliarden Euro. Diese Verluste oder Gewinne entstehen, wenn der Staat seine Beteiligungen an Banken verkauft, wie etwa beim maroden Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE), der komplett verstaatlicht ist, oder der Commerzbank, die zu 25 Prozent dem Steuerzahler gehört.
Durch sogenannte stille Einlagen wie bei der Commerzbank, die dem Staat keine besonderen Mitspracherechte beim laufenden Geschäft eines Geldhauses geben, könnte der Bund laut Studie zwischen 600 Millionen Euro und 1,6 Milliarden Euro einnehmen. Den Bundesländern entsteht durch Garantien für Banken eine Belastung von 25,7 Milliarden Euro.
Die INSM kritisierte, dass 80 Prozent Kosten zur Rettung deutscher Geldinstitute für staatlich kontrollierte Banken wie etwa Landesbanken aufgewandt werden muss. "Das ist der Preis für eine schlechte Kontrolle und jahrelange Tolerierung untauglicher Geschäftsmodelle durch die Politik", erklärte INSM-Finanzmarktexperte Christoph Kaserer. Die INSM wird durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

WIRTSCHAFT
Bankenrettung kostet Steuerzahler bis zu 52 Milliarden ...Hitze sorgt für stinkende Abwässerkanäle in Berlin
07/23 | 12:42 GMT

©AFP / David Gannon
Die anhaltende Hitze sorgt in Berlin vielerorts für eine extreme Geruchsbelästigung: Die Abwasserkanäle werden nicht richtig durchspült. Die Folge: Es stinkt. Die Berliner Wasserbetriebe müssen deshalb die Kanäle reinigen.

©AFP / David Gannon
Abkühlung von der Hitze vor dem Bundeskanzleramt
Berlin (AFP) - Wer an den Kurfürstendamm kommt, rümpft selten die Nase. Doch dieser Tage zückt so mancher Berlin-Tourist ein Taschentuch und hält es sich vors Gesicht - es stinkt zwischen Luxusboutiquen und Steakhäusern. Schuld sind die Abwasserkanäle, aus denen Dämpfe mit Schwefelwasserstoff hochsteigen. Der typische Gestank fauler Eier weht über den Platz. "Bleibt der Regen aus, fließt das Wasser zu langsam durch die Kanäle. An Orten mit viel Gastronomie verklumpt das Fett im Kanal und fängt an zu faulen", sagt Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe.
Das Unternehmen sagt dem Gestank in den Sommermonaten regelmäßig den Kampf an. Die Wasserbetriebe haben ein "Stinke-Kataster" angelegt, wie Natz berichtet. Der Kurfürstendamm steht darauf, auch der Gendarmenmarkt, der Winterfeldtplatz im Stadtteil Schöneberg und rund hundert weitere Orte in der Hauptstadt, die Gefahr für die Nase bedeuten können. Ein eigens für dieses Problem abgestellter Mitarbeiter koordiniert die Geruchsbekämpfung.
Neben dem fehlenden Regen ist der gesunkene Wasserverbrauch verantwortlich für den schleppenden Abtransport von Abwässern, Essensresten und noch weniger appetitlichem Kanalunrat. "In den letzten zwanzig Jahren ist der Wasserverbrauch in Berlin um die Hälfte gesunken", sagt Natz. Das Industriesterben sieht er als Hauptfaktor, aber auch die Modernisierung der Haushaltsgeräte und strengere Umweltauflagen für Produktionsbetriebe haben dazu beigetragen. In den älteren Teilen der Stadt gibt es zudem eine sogenannte Mischkanalisation, das heißt, nur einen Kanal für Schmutzwasser und für Regenwasser. Auch dies sei eine Ursache, warum der Dreck in den trockenen Sommermonaten in den Rohren liegen bleibt.
Als Gegenmittel schicken die Wasserbetriebe ihre rund zwanzig Hochdruck-Spül- und Saugewagen durch die Straßen. "Sie donnern Wasser in die Kanäle und saugen es gemeinsam mit dem Dreck wieder ab", berichtet Natz.
©afp.com
VIDEO: Hitze sorgt für Gestank in Berliner Abwasserkanälen
Außerdem haben die Wasserbetriebe sechs Ingenieure kurzzeitig engagiert, die in den betroffenen Unternehmen über die Problematik informieren. "Es gibt rund 23.000 gastronomische und lebensmittelverarbeitende Betriebe", sagt Natz - vom der Dönerfleischfabrik bis zum Luxushotel -, die besonders viel Abfall in die Leitungen absondern. Fettabscheidegeräte können hier helfen, die das Fett sammeln und einer getrennten Entsorgung zuführen.
Eine eher kurzfristige Maßnahme, die aber schnell für Erleichterung sorgt, sind sogenannte Kanaldeos. Die Wasserbetriebe lassen Duftgelplatten an Drähten in die Kanalschächte herunter. Gleich einem WC-Duftstein verströmen sie frische Luft. "Das hilft aber nur vorübergehend", räumt Natz.
Um das Problem der sommerlicher Geruchsbelästigung grundsätzlich in den Griff zu bekommen, haben die Wasserbetriebe ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, in dem sie Fäulnisdämpfe und Korrosion untersuchen. Der Schwefelwasserstoff riecht nämlich nicht nur unangenehm. Wird die Entwicklung von Schwefelwasserstoff nicht rechtzeitig beseitigt, kann sie sich in Schwefelsäure verwandeln, die die Rohre angreift und beschädigt.
Die Wasserbetriebe gehen davon aus, dass der Wasserverbrauch in der Hauptstadt jährlich weiter um ein bis zwei Millionen Kubikmeter sinken wird. Aus diesem Grund rechnet Natz nicht damit, dass der Gestank schnell aus der Welt zu schaffen ist. "Nicht nur Berlin hat damit zu tun, auch andere deutsche Städte kennen das Phänomen", sagt er. In heißen, trockenen Sommern wie diesem sind Taschentücher nicht nur zum Schweißabtupfen durchaus sinnvoll.

MAGAZIN
Hitze sorgt für stinkende Abwässerkanäle in ...Basmati-Reis hat laut "Test" häufig nur mangelhafte Qualität
07/29 | 11:42 GMT

©AFP / Deshakalyan Chowdhury
Basmati-Reis darf nur in Indien und Pakistan angebaut werden und erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Der hierzulande verkaufte Reis hat aber der Stiftung Warentest zufolge häufig eine schlechte Qualität.

©AFP / Deshakalyan Chowdhury
Reisanbau in Indien
Berlin (AFP) - Basmati-Reis aus dem Supermarktregal oder Asialaden hat der Stiftung Warentest zufolge häufig nur eine schlechte Qualität. Die Hälfte von 31 getesteten Marken schnitt in einer Untersuchung mit dem Qualitätsurteil "mangelhaft" ab, wie die Stiftung in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "Test" berichtet. Reispackungen hätten mitunter teils auch andere Reissorten enthalten, der Reis habe muffig oder ranzig gerochen, war mit Schimmelpilzen belastet, verklebte oder verklumpte.
Jede fünfte Packung Reis, die in Deutschland heute gekauft wird, enthält laut "Test" Basmati, der nur in Indien und Pakistan angebaut werden darf. Basmati gilt als eine der edelsten Reissorten der Welt.
Fünf der untersuchten Reispackungen hätten aber zu viel fremde Reissorten enthalten, berichtet "Test". In einer Packung sei "sogar kein Körnchen Basmati" gewesen. 22 der untersuchten Marken seien gering bis deutlich mit Pestiziden belastet gewesen, auch in fünf Bio-Produkten seien Spuren der Schädlingsbekämpfungsmittel gefunden worden. Nur eine Bioreis-Sorte sei pestizidfrei gewesen. Auch seien in zehn Sorten Gasrückstände festgestellt worden; offenbar sei das Gas in die Container mit dem Reis beim Transport zur Abwehr von Schädlingen geleitet worden, berichtete "Test".



