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Euro-Länder verweigern Griechenland vorerst Finanzhilfe
02/10 | 06:30 GMT

©AFP / John Thys
Griechenland kann nur mit dem raschen Beschluss weiterer Milliardenhilfen rechnen, wenn es vorher mehrere Bedingungen erfüllt. Dies teilte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker in Brüssel mit. Das Foto zeigt ihn im Gespräch mit dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos (r.).

©AFP / John Thys
Venizelos (r.) und Juncker
Brüssel (AFP) - Griechenland kann nur mit dem raschen Beschluss weiterer Milliardenhilfen rechnen, wenn es vorher mehrere Bedingungen erfüllt. Die Euro-Länder stellten der Regierung in Athen dafür ein Ultimatum bis Mittwoch, bevor sie einem zweiten Hilfspaket zustimmen, wie Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker in Brüssel sagte. Das Land muss sich zudem auf eine deutlich strengere Überwachung einstellen.
"Trotz des wichtigen Fortschritts, den wir in den vergangenen Tagen erreicht haben, hatten wir nicht die notwendigen Elemente auf dem Tisch, um heute Entscheidungen zu treffen", sagte Juncker nach einem Treffen der Eurogruppe. Der Luxemburger stellte der Regierung in Athen aber eine weitere Sitzung am Mittwoch in Aussicht, um dann ein zweites Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro zu beschließen. Juncker nannte jedoch drei Bedingungen, die das hochverschuldete Land erfüllen dafür muss.

©AFP
Instrumente zur Euro-Rettung
Griechenland soll weitere Einsparungen in Höhe von 325 Millionen Euro für dieses Jahr benennen. Zudem verlangen die Euro-Länder von den Chefs der Koalitionsparteien schriftliche Verpflichtungen auf den vereinbarten Spar- und Reformkurs, damit dieser auch nach den für April geplanten Wahlen fortgeführt wird. Schließlich muss das griechische Parlament einem weiteren Sparpaket zustimmen, auf das sich die Athener Koalition am Donnerstag nach langem Ringen verständigt hatte. Die Abstimmung ist für Sonntag geplant.
Erfüllt die Regierung in Athen die Forderungen, wollen die Euro-Länder neben dem zweiten Hilfspaket auch einem Schuldenschnitt für Griechenland zustimmen. Dabei verzichten die privaten Gläubiger des Landes auf 100 Milliarden Euro. Ziel beider Schritte ist es, den griechischen Schuldenstand bis zum Jahr 2020 auf ein einigermaßen erträgliches Maß zu senken.
In den vergangenen Monaten hatten die Euro-Länder die Athener Regierung wiederholt kritisiert, weil vereinbarte Maßnahmen nicht umgesetzt oder durch den Parteienstreit in Griechenland aufgehalten wurden. Daher fordern die Euro-Länder nun weitere Absicherungen, bevor sie grünes Licht für weitere Hilfen geben. "Griechenland muss noch Hausaufgaben machen", sagte der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager.
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©AFP
ANIMATION: Euro-Rettung
Die Eurozone will zudem die Umsetzung der Sparmaßnahmen strenger überwachen. Es gehe darum, Griechenland "institutionell in den Stand zu versetzen, seine Schulden zu bedienen", sagte Juncker. "Ernsthaft geprüft" wird dafür auch der deutsch-französische Vorschlag für ein Sonderkonto, auf das Geld für die Abzahlung von Schulden fließen soll, wie EU-Währungskommissar Olli Rehn ankündigte. Die Kommission soll am Mittwoch weitere Vorschläge machen.
Ein solches Sperrkonto hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy
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©AFP
ANIMATION: Staatsanleihen
vorgeschlagen. Die Idee ist, dass Staatseinnahmen auf das Sperrkonto fließen und allein für die Zurückzahlung der griechischen Schulden eingesetzt werden. Besonders Deutschland fordert eine strengere Kontrolle, war aber auf breite Ablehnung mit der Idee gestoßen, einen "Haushaltskommissar" in Athen einzusetzen.
Aus Protest gegen die Sparmaßnahmen der Regierung beginnt in Griechenland heute ein neuer Generalstreik. Der Ausstand soll nach dem Willen der wichtigesten Gewerkschaften des Landes 48 Stunden dauern. Zuletzt hatte am Dienstag ein Generalstreik das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahm gelegt.
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Euro-Länder verweigern Griechenland vorerst Finanzhilfe
02/10 | 06:30 GMT

©AFP / John Thys
Griechenland kann nur mit dem raschen Beschluss weiterer Milliardenhilfen rechnen, wenn es vorher mehrere Bedingungen erfüllt. Dies teilte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker in Brüssel mit. Das Foto zeigt ihn im Gespräch mit dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos (r.).

©AFP / John Thys
Venizelos (r.) und Juncker
Brüssel (AFP) - Griechenland kann nur mit dem raschen Beschluss weiterer Milliardenhilfen rechnen, wenn es vorher mehrere Bedingungen erfüllt. Die Euro-Länder stellten der Regierung in Athen dafür ein Ultimatum bis Mittwoch, bevor sie einem zweiten Hilfspaket zustimmen, wie Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker in Brüssel sagte. Das Land muss sich zudem auf eine deutlich strengere Überwachung einstellen.
"Trotz des wichtigen Fortschritts, den wir in den vergangenen Tagen erreicht haben, hatten wir nicht die notwendigen Elemente auf dem Tisch, um heute Entscheidungen zu treffen", sagte Juncker nach einem Treffen der Eurogruppe. Der Luxemburger stellte der Regierung in Athen aber eine weitere Sitzung am Mittwoch in Aussicht, um dann ein zweites Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro zu beschließen. Juncker nannte jedoch drei Bedingungen, die das hochverschuldete Land erfüllen dafür muss.

©AFP
Instrumente zur Euro-Rettung
Griechenland soll weitere Einsparungen in Höhe von 325 Millionen Euro für dieses Jahr benennen. Zudem verlangen die Euro-Länder von den Chefs der Koalitionsparteien schriftliche Verpflichtungen auf den vereinbarten Spar- und Reformkurs, damit dieser auch nach den für April geplanten Wahlen fortgeführt wird. Schließlich muss das griechische Parlament einem weiteren Sparpaket zustimmen, auf das sich die Athener Koalition am Donnerstag nach langem Ringen verständigt hatte. Die Abstimmung ist für Sonntag geplant.
Erfüllt die Regierung in Athen die Forderungen, wollen die Euro-Länder neben dem zweiten Hilfspaket auch einem Schuldenschnitt für Griechenland zustimmen. Dabei verzichten die privaten Gläubiger des Landes auf 100 Milliarden Euro. Ziel beider Schritte ist es, den griechischen Schuldenstand bis zum Jahr 2020 auf ein einigermaßen erträgliches Maß zu senken.
In den vergangenen Monaten hatten die Euro-Länder die Athener Regierung wiederholt kritisiert, weil vereinbarte Maßnahmen nicht umgesetzt oder durch den Parteienstreit in Griechenland aufgehalten wurden. Daher fordern die Euro-Länder nun weitere Absicherungen, bevor sie grünes Licht für weitere Hilfen geben. "Griechenland muss noch Hausaufgaben machen", sagte der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager.
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©AFP
ANIMATION: Euro-Rettung
Die Eurozone will zudem die Umsetzung der Sparmaßnahmen strenger überwachen. Es gehe darum, Griechenland "institutionell in den Stand zu versetzen, seine Schulden zu bedienen", sagte Juncker. "Ernsthaft geprüft" wird dafür auch der deutsch-französische Vorschlag für ein Sonderkonto, auf das Geld für die Abzahlung von Schulden fließen soll, wie EU-Währungskommissar Olli Rehn ankündigte. Die Kommission soll am Mittwoch weitere Vorschläge machen.
Ein solches Sperrkonto hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy
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©AFP
ANIMATION: Staatsanleihen
vorgeschlagen. Die Idee ist, dass Staatseinnahmen auf das Sperrkonto fließen und allein für die Zurückzahlung der griechischen Schulden eingesetzt werden. Besonders Deutschland fordert eine strengere Kontrolle, war aber auf breite Ablehnung mit der Idee gestoßen, einen "Haushaltskommissar" in Athen einzusetzen.
Aus Protest gegen die Sparmaßnahmen der Regierung beginnt in Griechenland heute ein neuer Generalstreik. Der Ausstand soll nach dem Willen der wichtigesten Gewerkschaften des Landes 48 Stunden dauern. Zuletzt hatte am Dienstag ein Generalstreik das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahm gelegt.

WELTGESCHEHEN
Euro-Länder verweigern Griechenland vorerst ...Treue zu Strom-Grundversorger kostet viel Geld
02/10 | 06:46 GMT

©AFP / John MacDdougall
Die anhaltende Treue zu ihrem Grundversorger beschert Stromkunden einer Studie zufolge deutlich höhere Preise als nötig. (Archivbild)

©AFP / John MacDdougall
Treue zu Grundversorger wird teuer
Berlin (AFP) - Die anhaltende Treue zu ihrem Grundversorger beschert Stromkunden einer Studie zufolge deutlich höhere Preise als nötig. In einem Vergleich des Verbraucherportals toptarif.de in den hundert größten Städten waren im Durchschnitt 46 Konkurrenten günstiger als der jeweils preiswerteste Tarif des örtlichen Grundversorgungsunternehmens. Lediglich sieben von hundert örtlichen Anbietern schafften es demnach unter die zehn günstigsten ihrer Stadt.
Trotz der Liberalisierung auf dem Strommarkt beziehen nach wie vor fast 85 Prozent der privaten Endkunden ihren Strom vom örtlichen Grundversorger. Dabei winken der Studie zufolge bei einem Anbieterwechsel deutliche Sparmöglichkeiten. So zahle ein vierköpfiger Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden Strom im Schnitt beim lokalen Versorger 973 Euro pro Jahr. Bei den günstigsten Wettbewerbern koste der Strom dagegen im ersten Vertragsjahr nur 756 Euro, was einem Einsparpotenzial von 217 Euro oder 22 Prozent entspricht.
Der Preisvorteil sinkt den Angaben zufolge allerdings spürbar, wenn die von vielen Anbietern für das erste Vertragsjahr angebotenen Bonuszahlungen für den Wechsel abgezogen werden. Ohne diese Zahlungen schrumpfe das Einsparpotenzial für den Musterhaushalt auf im Durchschnitt rund 90 Euro oder neun Prozent pro Jahr. Allerdings gibt es der Studie zufolge deutliche regionale Unterschiede: In mehr als einem Drittel der untersuchten hundert Städte liege der Preisvorteil auch ohne Bonus bei 100 Euro und mehr im Jahr.
In Dortmund, Dresden und Gera zählten die Lokalversorger ohne Bonus allerdings zu den günstigsten Anbietern. In Dortmund sind die Stadtwerke sogar insgesamt der günstigste Anbieter.

WIRTSCHAFT
Treue zu Strom-Grundversorger kostet viel ...Euro-Länder verweigern Griechenland vorerst Finanzhilfe
02/10 | 06:30 GMT

©AFP / John Thys
Griechenland kann nur mit dem raschen Beschluss weiterer Milliardenhilfen rechnen, wenn es vorher mehrere Bedingungen erfüllt. Dies teilte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker in Brüssel mit. Das Foto zeigt ihn im Gespräch mit dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos (r.).

©AFP / John Thys
Venizelos (r.) und Juncker
Brüssel (AFP) - Griechenland kann nur mit dem raschen Beschluss weiterer Milliardenhilfen rechnen, wenn es vorher mehrere Bedingungen erfüllt. Die Euro-Länder stellten der Regierung in Athen dafür ein Ultimatum bis Mittwoch, bevor sie einem zweiten Hilfspaket zustimmen, wie Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker in Brüssel sagte. Das Land muss sich zudem auf eine deutlich strengere Überwachung einstellen.
"Trotz des wichtigen Fortschritts, den wir in den vergangenen Tagen erreicht haben, hatten wir nicht die notwendigen Elemente auf dem Tisch, um heute Entscheidungen zu treffen", sagte Juncker nach einem Treffen der Eurogruppe. Der Luxemburger stellte der Regierung in Athen aber eine weitere Sitzung am Mittwoch in Aussicht, um dann ein zweites Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro zu beschließen. Juncker nannte jedoch drei Bedingungen, die das hochverschuldete Land erfüllen dafür muss.

©AFP
Instrumente zur Euro-Rettung
Griechenland soll weitere Einsparungen in Höhe von 325 Millionen Euro für dieses Jahr benennen. Zudem verlangen die Euro-Länder von den Chefs der Koalitionsparteien schriftliche Verpflichtungen auf den vereinbarten Spar- und Reformkurs, damit dieser auch nach den für April geplanten Wahlen fortgeführt wird. Schließlich muss das griechische Parlament einem weiteren Sparpaket zustimmen, auf das sich die Athener Koalition am Donnerstag nach langem Ringen verständigt hatte. Die Abstimmung ist für Sonntag geplant.
Erfüllt die Regierung in Athen die Forderungen, wollen die Euro-Länder neben dem zweiten Hilfspaket auch einem Schuldenschnitt für Griechenland zustimmen. Dabei verzichten die privaten Gläubiger des Landes auf 100 Milliarden Euro. Ziel beider Schritte ist es, den griechischen Schuldenstand bis zum Jahr 2020 auf ein einigermaßen erträgliches Maß zu senken.
In den vergangenen Monaten hatten die Euro-Länder die Athener Regierung wiederholt kritisiert, weil vereinbarte Maßnahmen nicht umgesetzt oder durch den Parteienstreit in Griechenland aufgehalten wurden. Daher fordern die Euro-Länder nun weitere Absicherungen, bevor sie grünes Licht für weitere Hilfen geben. "Griechenland muss noch Hausaufgaben machen", sagte der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager.
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ANIMATION: Euro-Rettung
Die Eurozone will zudem die Umsetzung der Sparmaßnahmen strenger überwachen. Es gehe darum, Griechenland "institutionell in den Stand zu versetzen, seine Schulden zu bedienen", sagte Juncker. "Ernsthaft geprüft" wird dafür auch der deutsch-französische Vorschlag für ein Sonderkonto, auf das Geld für die Abzahlung von Schulden fließen soll, wie EU-Währungskommissar Olli Rehn ankündigte. Die Kommission soll am Mittwoch weitere Vorschläge machen.
Ein solches Sperrkonto hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy
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©AFP
ANIMATION: Staatsanleihen
vorgeschlagen. Die Idee ist, dass Staatseinnahmen auf das Sperrkonto fließen und allein für die Zurückzahlung der griechischen Schulden eingesetzt werden. Besonders Deutschland fordert eine strengere Kontrolle, war aber auf breite Ablehnung mit der Idee gestoßen, einen "Haushaltskommissar" in Athen einzusetzen.
Aus Protest gegen die Sparmaßnahmen der Regierung beginnt in Griechenland heute ein neuer Generalstreik. Der Ausstand soll nach dem Willen der wichtigesten Gewerkschaften des Landes 48 Stunden dauern. Zuletzt hatte am Dienstag ein Generalstreik das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahm gelegt.



